Laut Focusrite ist das Scarlett 2i2 2nd Gen das meistverkaufte USB Audiointerface der Welt.
Was kann das Gerät wirklich? Findet es heraus in diesem Review!

 

 

Warum brauche ich ein Audiointerface?

Da ich seit vielen Jahren podcaste, brauche ich für Interviews oder für vor-Ort Aufnahmen die Möglichkeit, 2 Mikrofone gleichzeitig aufnehmen zu können.

Ich hatte vor dem Scarlett 2i2 2nd Gen schon einige andere Audiointerfaces:

Das Behringer Xenyx 302USB hat nur einen Mikrofoneingang und außerdem das Problem dass die Abschirmung so schlecht ist, dass Signale auf dem Kopfhörerausgang gerne auch mal in der Aufnahme landen. Trotzdem hat es mir viele Jahre gut zum Aufnehmen von Instrumenten und frühen Podcasts gedient.

Das M-Audio Fast Track hat keine Phantomspeisung und auch nur einen Mikrofon Eingang. Außerdem war es schon damals als ich es 2013 gekauft habe, steinalt. Es wird schon seit vielen Jahren nicht mehr verkauft, was gut ist, weil der Hersteller sich irgendwann dazu entschlossen hat, den schon damals nicht gerade gut funktionierenden Treiber für das Gerät, einfach gar nicht mehr zu betreuen.

Der Pod Studio UX2 ist eigentlich ein Gitarreninterface was aber auch als Mikrofon Eingang verwendet werden kann. Man könnte zwei Mikrofone gleichzeitig anschließen aber die wären dann in der Audio Spur der rechte beziehungsweise linke Kanal.

Das Alto ZMX52 hat auch nur einen Mikrofoneingang, ist kein USB Interface und hat außerdem eine meiner Reisen nicht überlebt. Damit (und mit Hilfe eines weiteren USB Interface) habe ich allerdings die meisten Folgen vom UbuntuFun Podcast aufgenommen.

Der große Bruder, das Alto Live802, ist alles andere als portabel und ist deshalb für Aufnahmen für unterwegs schon mal nicht geeignet.
Ich habe es für Schlagzeug Aufnahmen und für Panel Aufnahmen bei Konferenzen verwendet aber ansonsten konnte ich es bisher nur selten einsetzen.

Damit wären wir beim Scarlett 2i2 2nd Generation angekommen.

  • 2 Eingänge die sowohl als Line Eingänge als auch als Mikrofoneingänge verwendet werden können
  • 2 Empfindlichkeitsregler für den jeweiligen Anschluss und Umschalter für Line/Inst
  • Mit dem Direct Monitor Feature kann man das Eingangssignal direkt auf den Monitor und Kopfhörerausgang legen.
    So hat man keine Latenzprobleme bei der Aufnahme und das Signal was im Aufnahmeprogramm ankommt wird nicht beeinträchtigt.
  • Es wird komplett über den USB Port betrieben es ist also kein weiteres Netzteil nötig
  • Stereooutputs sind auch vorhanden falls man das Signal direkt ausgeben möchte.
  • Es ist sehr handlich und wiegt nur 0,63kg. Damit ist es der perfekte Reisebegleiter.

Wie schlägt es sich so im realen Einsatz?

Ich habe das Scarlett Audiointerface jetzt seit einigen Folgen für unseren Podcast im Einsatz.
Wie zu erwarten war es unter Solus problemlos zu benutzen. Plug&Play ohne irgendwelche Treiberprobleme.

Auch unter Windows 10 habe ich es in Benutzung und sowohl der automatisch installierte Treiber als auch der von der Focusrite Website funktioniert problemlos

Aber wie klingt es?

Zuerst sollte man wissen dass die Audioqualität natürlich sehr vom Mikrofon abhängt.
Auch das billigste Mikrofon klingt am teuersten Audiointerface schlecht.

Für den Podcast und die Interviews benutze ich die E205 Mikrofone von Superlux.
Ihr könnt ja mal in unseren Podcast reinhören (und ihn natürlich abonnieren!).
Wie ihr hört gibt es so gut wie keine Hintergrundgeräusche obwohl ich in keinem schallisolierten Tonstudio sitze und ein Grundrauschen ist auch nicht hörbar.

Noch zu erwähnen ist, dass Focusrite mit dieser Generation wohl die Latenzprobleme der Vorgänger gelöst hat, vorausgesetzt man nutzt die richtige Software.
Ist in meinem Anwendungsfall nicht relevant daher kann ich es nicht bewerten. Focusrite hat es in einem Video auf ihrer Website genauer erklärt.

Alles in allem für knapp 130€ ist das Scarlett 2i2 Audiointerface von Focusrite damit genau dass was ich haben wollte.

23 Jahre alter Blogger, Podcaster, Entwickler, Ubuntu Member & Apple User.
Mag Linux, Apple und bereist gerne die Welt.
Linux Consultant bei einem deutschen IT Dienstleister.