Ja! Es ist endlich da! Mein Kindheitstraum wird wahr, ein VR-Spiel mit Lichtschwertkämpfen. Das Spiel ist kostenlos spielbar, ohne jegliche Monetarisierung, und auch wenn das dazu dienen mag, den Schöpfer vor dem Zorn der Mickey Mouse zu schützen, ist es trotzdem eine Schande. Vielleicht würde er mit einem gewissen finanziellen Anreiz das Gameplay etwas erweitern und das Spiel ein kleines bisschen mehr mit Inhalt füllen. Im Moment ist das ganze Spiel nur ein Raum mit endlos spawnenden Robotern, die (sehr erfolgreich) versuchen, dich zu töten. Allerdings habe ich bereits mehrere Abende damit verbracht, dieses Spiel zu spielen, was für den Spielspaß des Kernspiels spricht. Ich sollte euch vorher warnen, ich kann bei diesem Spiel wirklich nicht objektiv sein und ich werde ihm viel verzeihen. Also kommen wir gleich zur Sache.

Präsentation

Die Grafik ist sehr sauber und einfach. Es gibt kaum Animationen, Texturen oder ähnliches. Die Sound-Effekte sind rudimentär, die Musik eingängig, aber es dürften ruhig mehr Songs sein. Leider erlaubt es die Oculus Go nicht, das Gameplay mit Sound aufzuzeichnen, und selbst wenn man auf Facebook live geht, nimmt man nur das Mikrofon und 360*360 Videos auf, nicht aber die Sounds des Spiels. Die einzige Anpassbarkeit, die das Spiel bietet, ist die Wahl an Farbe der Klinge.

Gameplay

Das Spiel beginnt mit einem sehr einfachen Startbildschirm, wo man die Farbe des Lichtschwertes, ähm, “Hardlight Blade” wählen kann. Nach einem Schlag auf die Startbox wird man von sehr langsam schwebenden Robotern mit Spikes angegriffen. Man kann sich mit dem Touchpad des Oculus Go Controllers bewegen und kämpfen, indem man den Controller wie bei einem echten Lichtschwert schwenkt. Man braucht eine Weile, um sich an die Bewegungen zu gewöhnen, aber nach ein paar Spielsitzungen habe ich mich unterbewusst bewegt. Kurzer Tipp: Stellt euch vor, euer Daumen ruht auf einem Analogstick und bewegt ihn auf ähnliche Weise. Nach den ersten paar Runden beginnen die Gegner mit zunehmender Geschwindigkeit und variierenden Waffen zu spawnen. Man kann Gegner in jede beliebige Richtung schneiden und würfeln, Blasterfeuer und Schwertschwünge abwehren. Man kann nicht zustechen, aber das kann an der 3DoF-Begrenzung des Controllers liegen. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Fazit

Ich habe eine Wunschliste der Funktionen, die ich gerne in diesem Spiel sehen würde. Zuerst einmal würde ich gerne die Klinge wie die Scheibe in Disc League werfen können. Die Macht benutzen zu können wäre schön, aber wahrscheinlich schwer mit den begrenzten Tasten auf dem Controller umzusetzen. Andere Waffen, wie z.B. ein Hardlight-Stab, wären eine große Bereicherung für das Spiel und Verbesserungen an der KI der Gegner würden wirklich viel bewirken. Last but definitely not least wünsche ich mir, dass es in Zukunft eine Multiplayer-Version dieses Spiels geben wird, vorzugsweise portiert auf die noch nicht veröffentlichte Oculus Santa Cruz. Auch falls der Entwickler keine Updates für dieses Spiel veröffentlicht, werde ich genau beobachten, was er in der Zukunft vorhat. Er scheint eine Gabe zu haben, schnell sehr vielversprechend aussehende Spieleprototypen zu veröffentlichen und ich würde mich freuen zu sehen, was er mit einem angemessenen Budget machen könnte. Ich liebe, was er hier getan hat, und ich werde seine Karriere sicher überall dorthin verfolgen, wo sie ihn hinführt.
Ihr könnt ihm auf Twitter unter @RJdoesVR folgen.

Hardlight Blade

 

Dieser Artikel erschien auch auf Michal’s Blog und wurde von André Hahn übersetzt.

Ein ewiger Computer Science Student mit einer Leidenschaft für Open Source Evangelismus. Bringt seit 2007 Menschen zu GNU / Linux.

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